Wohnungen für Senioren sind der Wachstumsmarkt der Zukunft
Unser Autor ist Harald Gruber, Chefredakteur des Haus & Grund Magazins Rheinland-Pfalz
Viele Immobilien-Experten sind sich einig: Schon bald wird es für Wohnungswirtschaft und Politik ebenso wie für Bauhandwerker und private Eigentümer darum gehen, dem Thema „Wohnen im Alter“ eine mindestens genau so große Bedeutung beizumessen wie der energetischen Modernisierung von Wohnungsbeständen.
Die Menschen in Deutschland werden immer älter. Damit verändern sich auch die Zielgruppen am Wohnungsmarkt. Das Wohnen „65 plus“ wird künftig ein Viertel des gesamten Marktes ausmachen, so prognostiziert beispielsweise der Bundesverband Freier Immobilien- und Wohnungsunternehmen (BFW). Auf diese Entwicklung müsse sich die Immobilienbranche in den nächsten zehn bis 15 Jahren zwingend einstellen.
Die Frage nach dem Wohnen im Alter lässt sich längst nicht mehr mit dem plakativen Spruch „Zu Hause allein oder im Heim“ beantworten. Immer mehr ältere Menschen haben klare Wohn- und Lebensstilvorstellungen, denn die Wohnsituation ist für deren Lebensqualität von entscheidender Bedeutung. Senioren halten sich durchschnittlich vier Fünftel des Tages in ihren vier Wänden auf und damit doppelt so lange wie Menschen in jeder anderen Altersgruppe.
Aktuelle Untersuchungen zeigen: Die meisten älteren Menschen wünschen sich, auch im Falle von Pflege- und Hilfsbedürftigkeit so lange wie möglich unabhängig zu leben, ohne die gewohnten eigenen vier Wände und die gewachsene nachbarschaftliche Umgebung aufgeben zu müssen. Dazu gehören ein möglichst barriererefreies, altersgerechtes Wohnumfeld mit 24-Stunden-Notruf, die Hausgemeinschaft mit Gleichgesinnten und jederzeit abrufbare Dienstleistungen wie „Essen auf Rädern“ oder bei Bedarf ambulante medizinische Pflegeleistungen.




Mitglieder und solche, die es hoffenlich bald werden möchten.
